Die Krankheit hat mich angefasst

Die Krankheit hat mich angefasst;
mein Gott, mir ist so bang!
Die Schmerzen, Angst, die ganze Last:
es dauert schon so lang.

Wo geh’ ich hin? Was wird aus mir?
Ich kann noch gar nichts seh’n.
Noch find’ ich weder Weg noch Tür:
Lässt du mich einfach steh’n?

Ich schrei zu dir, mein Herr und Gott:
nimm du mich an der Hand
und führe mich aus dieser Not,
bleib’ du mir zugewandt.

Wenn mir kein Mensch mehr helfen kann,
ich ganz verloren bin,
befehle ich dir ganz mich an.
Bei dir ist Neubeginn.

Amen

 

© 2002   Gisela Kibele

Eine englische Fassung dieses
Gedichts ist hier zu finden.

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