Noah auf der Arche: 1.Mose 8

1. Mose 8, 1-13

Gott hatt’ den Noah nicht vergessen,
solang’ er auf der Arche war.
Als dann die Zeit war angemessen,
da macht’ er sein Versprechen wahr.
“Ich mach’ ein Ende deiner Not,
ich bleib’ bei dir, ich bin dein Gott.”

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Befiehlt zu enden allem Regen
und macht den Himmel wieder dicht.
Die Wasser sollen sich bewegen
und fließen ab; dann wird es licht.
“Ich mach’ ein Ende deiner Not,
ich bleib’ bei dir, ich bin dein Gott.”

Als Noah, der auf Gott vertraute,
merkt’, dass die Arche nicht mehr schwimmt,
macht’ er ein Fenster auf und schaute:
Was Gott gesagt, jawohl, es stimmt!
“Ich mach’ ein Ende deiner Not,
ich bleib’ bei dir, ich bin dein Gott.”

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Der Noah sieht der Berge Spitzen;
schickt einen Raben an den Ort.
Bald sieht der Rabe keine Pfützen
von Wasser mehr, da bleibt er fort.
“Ich mach’ ein Ende deiner Not,
ich bleib’ bei dir, ich bin dein Gott.”

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Die Taube lässt der Noah fliegen,
sie kommt zurück; noch ist es nass.
Doch als die Wasser dann versiegen,
fliegt sie nochmal und bringt ihm was.
“Ich mach’ ein Ende deiner Not,
ich bleib’ bei dir, ich bin dein Gott.”

So gegen Abend kommt sie wieder
mit eines Ölbaums frischem Blatt
im Schnabel, weil das Wasser nieder
geworden ist an dieser Statt.
“Ich mach’ ein Ende deiner Not,
ich bleib’ bei dir, ich bin dein Gott.”

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Die Taube kam – nach den zwei Malen –
beim dritten Flug nicht mehr auf’s Boot.
der Noah weiß: Jetzt sind die Qualen
vorbei; jetzt endet alle Not.
“Ich mach’ ein Ende deiner Not,
ich bleib’ bei dir, ich bin dein Gott.”

Die Wasser sind jetzt abgeflossen.
Vom Schiff das Dach der Noah nimmt.
Es jubeln alle Bootsgenossen:
Was Gott uns zugesagt, das stimmt!
“Ich mach’ ein Ende deiner Not,
ich bleib’ bei dir, ich bin dein Gott.”

©  21. Juli 2013             Gisela Kibele

Altar-Parament St. Georg Nördlingen
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