Das Volk, das im Finstern – Jes.9

 

Das Volk, das im Finstern wandelt,
sieht ein großes Licht,
und über denen, die da wohnen im finstern Lande,
scheint es hell.

Mit lautem Jubel, großer Freud‘
willst du dein Volk erlösen.
Zerbrichst sein Joch, du stillst sein Leid
befreist von allem Bösen.
Für uns geboren ist ein Kind,
ein Sohn ist uns gegeben,
dass Frieden nun kein Ende find’t,
dein Recht stärkt unser Leben.

Das Volk, das im Finstern wandelt,
sieht ein großes Licht.

Der Stiefel, der durch Blut noch dröhnt,
der Mantel wird verbrennen.
Die Welt laut unter Schmerzen stöhnt,
sie will Gott nicht erkennen.
Der Maulbeerbaum zerhauen fällt,,
die Menschen sind zerschlagen.
Nichts zählt mehr, es geht nur ums Geld,
man nimmt, was man kann tragen.

Das Volk, das im Finstern wandelt,
sieht ein großes Licht.

Wie Feuer lodert Bosheit auf,
frisst alles, was es findet.
Auch Zorn beginnt gleich seinen Lauf,
mit Hunger; Not verbündet.
Der Schrecken, der um uns geschah,
will auf den Weg uns führen.
Denn schau, die Rettung ist schon nah,
die Hilfe ist zu spüren.

Das Volk, das im Finstern wandelt,
sieht ein großes Licht.

Der Eifer des Herrn Zebaoth
hat seinen Sohn geboren.
Er will uns helfen aus der Not
und gibt uns nicht verloren.
Schenkt Recht uns und Gerechtigkeit,
regiert auf seinen Thronen
von jetzt an bis in Ewigkeit,
dass wir in Frieden wohnen.

Das Volk, das im Finstern wandelt,
sieht ein großes Licht.

Auf seiner Schulter ruht die Macht,
wächst Herrschaft ohne Enden.
Der Ewig-Vater, Wunder-Rat,
Gott-Held kann alles wenden.
Der Friede-Fürst wird Davids Thron,
sein Königreich, regieren.
Wer bei ihm bleibt, erhält den Lohn;
Gott will die Welt berühren.

Das Volk, das im Finstern wandelt,
sieht ein großes Licht,
und über denen, die da wohnen im finstern Lande,
scheint es hell.

 

© 27.08.2011       Gisela Kibele

 

Dieses Gedicht ist auch als Lied vorhanden.

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